Veranstaltungen und Aktuelles

Information und Aufklärung sind ein wichtiges Ziel des Therapienetzes Essstörung. In unseren Vorträgen und Workshops erhalten Interessierte wertvolle Tipps und Informationen zu Alarmzeichen, Symptomen und dem richtigen Umgang mit auffälligem Essverhalten im Alltag. Alle Veranstaltungen sind auf die Bedürfnisse konkreter Gruppen abgestimmt und können auf Wunsch individuell angepasst werden.

Angebote für Schulen

Schulveranstaltungen haben sich als wirkungsvolle Maßnahmen zur Prävention erwiesen. Die Behandlung dieser Thematik durch spezialisierte Fachkräfte hat sich bewährt, da die Schülerinnen und Schüler sich so unbefangener mit den Themen Essstörungen, Schönheitsideale, Körperbild und Selbstwahrnehmung auseinandersetzen können.

 

In der Regel fällt es den Jugendlichen leichter, mit einer erfahrenen, neutralen Person über eigene Gefühle zu sprechen, Bedenken und Fragen zu äußern und sich zu öffnen. Auch für Betroffene sinkt dadurch die Hemmschwelle, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Das Gleiche gilt für Jugendliche, die sich um andere sorgen, bei Freunden oder Freundinnen eine Essstörung vermuten und sich Unterstützung im Umgang mit Betroffenen wünschen.

Unsere Infoveranstaltungen führen wir in der Regel an den anfragenden Schulen durch. Interessierte Klassen können auch unsere Beratungsstelle besuchen und an einer Infoveranstaltung vor Ort teilnehmen.

 

Inhalt, Ablauf und Kontakt

Unsere 90-minütigen Infoveranstaltungen richten sich an Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse. Unter dem Einsatz verschiedener Medien und Methoden werden Informationen rund um das Thema Essstörungen vermittelt und alle auftauchenden Fragen geklärt.

Neben der Abgrenzung von gesundem Essverhalten, gestörtem Essverhalten und Essstörung werden die verschiedenen Arten von Essstörungen ausführlich erläutert. Außerdem geht es um mögliche Hintergründe und Ursachen, Risiko- und Schutzfaktoren sowie um die Frage, woran man eine Essstörung erkennen kann. Eine Vorstellung der Hilfsangebote und Anlaufstellen für Betroffene, Angehörige und Freunde sowie eine Darstellung der unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten von Essstörungen runden das Angebot ab.

Wenn Sie Interesse an Workshops für Schulen haben, dann wenden Sie sich bitte an unsere Koopertionspartnerin Dr. Karen Silvester. Sie arbeitet als Pädagogin seit 15 Jahren in der Prävention von Essstörungen und Kindergesundheit an Schulen und Kindergärten. Mit „Finde dein Maß“, „Leben in Balance“ und „Mut zum Eigensinn“ hat sie Programme entwickelt, in denen Kinder und Jugendliche mit Spaß erleben, was in ihnen steckt und wie sie mit Schwierigkeiten in ihrem Leben besser umgehen können. Hier finden sie mehr Informationen zu den Angeboten von Frau Dr. Silvester.

Infos, Podcasts und Videos für Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte

Initiative „bauchgefühl“

„bauchgefühl“ ist eine Präventionsinitiative, die die Betriebskrankenkassen (BKK) seit 2009 unterstützen und die vom Therapienetz Essstörung fachlich begleitet wird. Ziel der Initiative ist es, die Entwicklung von Essstörungen durch Sensibilisierung und Information zu vermeiden. Gleichzeitig richtet sich die Initiative an bereits betroffene Jungen und Mädchen und bietet diesen Unterstützung auf dem Weg aus der Essstörung.

Psychische Erkrankungen werden bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger diagnostiziert. Infolge der Corona-Pandemie dürfte der Behandlungsbedarf von Ess- und anderen Störungen stark zunehmen. Essstörungen entwickeln sich oft in jungen Jahren. Laut der Kinder- und Jugendstudie KiGGS zeigen rund 20 Prozent der Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren erste Anzeichen einer Essstörung. Essen oder Nicht-Essen kann in Pandemie-Zeiten zum Ventil für Langeweile, Frust oder Traurigkeit werden. Viele Lehrkräfte berichten, dass es ihnen daher ein großes Anliegen ist, ihre Schülerinnen und Schüler nicht nur mit Blick auf den Lernstoff, sondern auch emotional aufzufangen.

Ein Thema, das Aufmerksamkeit braucht

Über das Projekt „bauchgefühl“ werden Schülerinnen und Schüler dabei unterstützt, ihr „Ich“ zu stärken, positive Körpererfahrungen zu erleben und den Umgang mit psychischen Belastungen zu erlernen. Die BKK unterstützen das Präventionsprojekt „bauchgefühl“ an weiterführenden Schulen und haben das Unterrichtsprogramm nun in weiten Teilen aktualisiert. „bauchgefühl“ ist ein modernes und facettenreiches Unterrichtsprogramm für die Sekundarstufe 1 zur Stärkung der allgemeinen Lebenskompetenzen. In insgesamt zehn Unterrichtssequenzen werden Themen wie Body Shaming in Social Media, Schlankheitswahn und Body Positivity sowie Ernährungshypes aufgegriffen. Videos, in denen Jugendliche oft selbst zu Wort kommen, dienen als Einstieg in die Unterrichtsstunden und holen die SchülerInnen in ihrer Lebenswirklichkeit ab. Dies trifft auch auf die zielgruppengerecht gestalteten Arbeitsblätter und Handouts zu. Ergänzt wird das Programm durch Vorschläge für längerfristige Projekte und eine Übungsschatzkiste mit Mini-Impulsen zum spontanen Einsatz im schulischen Alltag.

Junge Menschen, die bereits gefährdet oder gar betroffen sind, erhalten umfangreiche Hinweise zur Selbstreflexion sowie zu Beratungs- und Behandlungsangeboten, die helfen, wieder ein gesundes Verhältnis zum Essen zu entwickeln und zu einem selbstbestimmten Alltag zurückzufinden. Eine eigene Website mit einer kostenfreien und auf Wunsch anonymen E-Mail-Beratung durch das Therapienetz Essstörung steht in Ergänzung zum Unterrichtsmaterial zur Verfügung.

Das Projekt sieht darüber hinaus eine dreistündige Fortbildung für LehrerInnen und weitere MultiplikatorInnen vor, wie z. B. SchulsozialarbeiterInnen oder SchulpsychologInnen. Sie werden umfassend über die verschiedenen Essstörungsformen, über den Umgang mit gefährdeten bzw. betroffenen SchülerInnen sowie über die Chancen und Möglichkeiten der schulischen Prävention informiert.

Ergänzend zur Bereitstellung der Unterrichtskonzepte bietet sich den teilnehmenden Schulen mit der Veranstaltung „Musik trifft Roman – Batomae & Jana Crämer – Das Mädchen aus der 1. Reihe“ ein besonderes Projekthighlight: Es handelt sich hierbei um eine musikalische Lesung über Freundschaft, Musik, Mobbing in der Schule und Essstörungen, die von der Autorin Jana Crämer sowie dem Musiker David Müller, alias Batomae, eindrucksvoll in Szene gesetzt wird.

Selbsthilfegruppe für Angehörige in München

In München bieten wir eine Selbsthilfegruppe für Mütter, Väter, Geschwister, Partner und Parterinnen, Freunde und Freundinnen, Bekannte, Verwandte etc. von Betroffenen. Sie finden dabei die Zeit und den Rahmen, um sich mit anderen auszutauschen und – bei weiterem Bedarf – die Anbindung an unsere Beratungsstelle.

Termin: Jeden ersten Montag im Monat, von 18.00 bis 19.30 Uhr, bei uns in der Sonnenstraße 2, 4. Stock in München. 
Die Gruppe ist kostenfrei und Sie können ohne Anmeldung teilnehmen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Wenn Sie Fragen zu der Gruppe haben, wenden Sie sich bitte an Frau Rocholl. Sie wird Ihnen gerne weiterhelfen.

Elternseminar

Unser Elternseminar richtet sich an Eltern, die wegen des Essverhaltens ihrer Tochter oder ihres Sohnes in Sorge sind und einschätzen möchten, ob ihr Kind aktuell gefährdet ist und ob Handlungsbedarf besteht. In diesem ganztägigen Seminar bekommen Sie grundlegende Informationen und Antworten auf Ihre Fragen und erhalten die Möglichkeit, sich mit anderen betroffenen Eltern auszutauschen.

Wir bieten Ihnen

  • Informationen über Magersucht (Anorexie), Ess-Brech-Sucht (Bulimie), Esssucht (Binge Eating), ihre Alarmzeichen und Symptome

  • einen Einblick in die vielschichtigen Hintergründe, Ursachen und Auslöser von problematischem Essverhalten

  • die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen wie z. B. Hilflosigkeit, Trauer, Wut, Angst und Schuldgefühlen

  • einen Einblick in die Dynamik, die eine Essstörung in der Familie auslöst

  • Vorschläge für den Umgang mit dem auffälligen Essverhalten im Alltag und wie Sie als Eltern hilfreich und sinnvoll reagieren können

  • Informationen zu verschiedenen Therapiemöglichkeiten für Ihr Kind

  • Informationen zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten für sich als Eltern

Termine

Infos zu den nächsten Terminen, Kosten und Anmeldung erhalten Sie auf Anfrage gern in unserem Sekretariat unter 089 / 720 136 780 oder per email an info@tness.de

Elternabend an Schulen

Unsere Elternabende richten sich an alle interessierten Eltern. Unsere erfahrenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vermitteln Informationen rund um das Thema Essstörungen und beantworten alle anstehenden Fragen. Neben der Abgrenzung von gesundem Essverhalten, gestörtem Essverhalten und Essstörung werden die verschiedenen Arten von Essstörungen umfassend erklärt.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet in diesem Angebot die ausführliche Darstellung von möglichen Hintergründen und Ursachen von Essstörungen. Risiko- und Schutzfaktoren unter besonderer Berücksichtigung der familiären Strukturen und Muster werden intensiv behandelt.
Des Weiteren nimmt die Frage, woran man eine Essstörung erkennen kann und welche Handlungsmöglichkeiten sich dann ergeben, einen großen Raum ein.
Eine Vorstellung der Hilfsangebote und Anlaufstellen, an die sich Betroffene oder Angehörige wenden können, verbunden mit der Darstellung der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten von Essstörungen runden die Veranstaltung ab.

Unsere Elternabende führen wir in der Regel an den anfragenden Schulen durch.
Information und Anmeldung: unter 089 / 720 136 780 oder info@therapienetz-essstoerung.de

Angebote für Pädagogen

Wer Kinder und Jugendliche in Schulen, Kindergärten, Heimen, Horten, Jugendarbeit oder Jugendhilfe betreut, ist oft mit auffälligem Essverhalten oder Essstörungen konfrontiert. Gerade hier ist es sehr gut möglich, präventiv dem Aufkommen von Essstörungen entgegenzuwirken. Gerne teilen wir in unseren Fortbildungen unser Fachwissen und unsere langjährige Erfahrung mit Ihnen.

Unsere Fortbildungen helfen Ihnen beim Erkennen und Abgrenzen von Essstörungen Sicherheit zu gewinnen, praktische Ansätze zur Prävention zu entwickeln und im Umgang mit essgestörten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Handlungskompetenz zu erlangen. Dabei richten wir uns in der inhaltlichen Planung und Durchführung des Seminars an Ihrem Klientel, Ihren Interessen und Bedürfnissen aus. Je nach Einrichtung haben die Seminare daher unterschiedliche Themenschwerpunkte.

Unsere Seminare führen wir in der Regel bei den anfragenden Einrichtungen durch. Interessierte Gruppen können auch unsere Beratungsstelle besuchen und an einer Infoveranstaltung vor Ort teilnehmen.

Information und Anmeldung: unter 089 / 720 136 780 oder info@tness.de

Halbtägiges Seminar (2–3 Stunden)

Bei der Fortbildung werden zunächst in einem Vortrag mit Filmsequenzen die verschiedenen Essstörungsdiagnosen, ihre Ursachen und Hintergründe erläutert. Auch wird reflektiert, wo die Grenzen zwischen gesundem Essverhalten, auffälligem Essverhalten und Essstörungen zu ziehen sind.
Im nächsten Schritt geht es darum, wie in der entsprechenden pädagogischen Einrichtung Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen erkannt und angesprochen, wie Betroffene motiviert und unterstützt werden können und welche Therapiemöglichkeiten es gibt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Prävention von Essstörungen. Hier geht es um Risiko- und Schutzfaktoren und um praktische Präventionsmöglichkeiten in der Einrichtung. Während der gesamten Fortbildung können Fragen gestellt und konkrete Fälle kurz besprochen werden.

Ganztägiges Seminar (6–7 Stunden)
Die erste Tageshälfte entspricht dem oben beschriebenen halbtägigen Seminar. Die zweite Hälfte der Fortbildung ist praxisorientiert. Wir arbeiten mit unterschiedlicher Methodik, mit Gruppenarbeit und Selbsterfahrungsübungen. Das motivierende Gespräch mit Betroffenen wird in Rollenspielen erprobt. Präventionskonzepte, z.B. zum Thema Schönheitsideale oder Essverhalten, werden in der Gruppe praktisch ausprobiert und reflektiert. In Kleingruppen und im Plenum entwerfen wir gemeinsam Präventionsansätze und Ideen für Ihr Klientel.

Bei Bedarf werden Esssituationen in Ihrer Einrichtung besprochen und für Sie passende Essensregeln entworfen. Konkrete Fälle können intensiv vorgestellt und im Gespräch, mit Rollenspielen oder Aufstellungen bearbeitet werden mit dem Ziel, Ihnen neue Perspektiven und Lösungsmöglichkeiten an die Hand zu geben.

Unsere Seminare führen wir in der Regel bei den anfragenden Einrichtungen durch. Interessierte Gruppen können auch unsere Beratungsstelle besuchen und an einer Infoveranstaltung vor Ort teilnehmen.

Aktuell

Infoveranstaltung zu unseren Wohngruppen

Wenn Sie sich (unverbindlich und anonym) über das Konzept unserer therapeutischen Wohngruppen informieren und diese besichtigen möchten, laden wir Sie herzlich dazu ein.

Bitte fragen Sie nach den nächsten Terminen.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Beginn jeweils um 17 Uhr am Empfang des Therapienetz Essstörung, Sonnenstraße 2, 4. Stock

Information und Anmeldung für alle Veranstaltungen:
Therapienetz Essstörung
Sonnenstraße 2, 4. Stock
80331 München

Tel. 089 / 720 136 780
E-Mail: info@tness.de

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