Woran erkennt man eine Essstörung?

Fragst du dich, ob du von einer Essstörung betroffen bist – oder eine dir nahestehende Person? Zur Orientierung haben wir einige typische Anzeichen und Symptome für dich zusammengestellt:

  • 1 Beim Essen oder Nicht-Essen geht es nicht um ein körperliches Bedürfnis wie Hunger, Sättigung oder Appetit, sondern um seelische Bedürfnisse. Mit Essen, Hungern oder Erbrechen reagieren Betroffene auf psychische Befindlichkeiten wie Frust, Stress, Ärger, Traurigkeit oder Langeweile.
  • 2 Gewicht und Essen werden zum Hauptthema des Lebens, um das ein Großteil der Gedanken, Gefühle und Handlungen kreist.
  • 3 Essen führt nicht zu einem Wohlbefinden, sondern ist verbunden mit negativen Gefühlen wie Ängsten, Schuldgefühlen, Selbsthass, Ekel, Unzufriedenheit oder Frustration.
  • 4 Der oder die Betroffene versucht, über Essen und Gewicht Kontrolle auszuüben. Dabei kommt es oft zum Gegenteil, zu zeitweisem oder völligem Kontrollverlust.
  • 5 Hunger und Sättigung werden meist nicht mehr wahrgenommen. Die Essensmengen bleiben entweder weit über oder weit unter dem normalen Bedarf. Ebenso wird auch der Körper meist nicht mehr realistisch, sondern verzerrt wahrgenommen und als zu dick abgelehnt.
  • 6 Es fällt Betroffenen immer schwerer, anderen gegenüber in Bezug auf das eigene Essverhalten ehrlich zu sein. So kommt es mehr und mehr zu Heimlichkeiten.

Hast du dich in einigen dieser Punkte wiedererkannt? Dann brauchst du Hilfe – auch wenn die Definitionen der klassischen Essstörungen nicht auf dich zutreffen. Lass uns darüber sprechen!

Essstoerung klein

Essstörung: Was ist das?

Essstörungen treten in den unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen auf. Zur Orientierung stellen wir hier die häufigsten vor.

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Was kann man dagegen tun?

Jeder Mensch, jede Lebenssituation ist einzigartig und jede Person, die bei uns Hilfe sucht, sucht auch den eigenen Weg aus der persönlichen Krise. Wir beraten und begleiten dich.

Suspension bridge in the quiet forest

Wie kann mir gerade das Therapienetz helfen?

Mit unserem Angebot der „Besonderen Versorgung“ begleiten wir Betroffene auf Wunsch über einen längeren Zeitraum und unterstützen bei der Auswahl von Therapien.