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Einzelbetreutes Wohnen

Wenn Julia Parschan ihre morgendliche Runde im Therapienetz Essstörung in München startet, schallt ihr ein motiviertes „Guten Morgen“ entgegen.

Autor: Blog-Redaktion, 10. März 2021

Die 28jährige ist bei ihren TeamkollegInnen, aber auch FachärztInnen, TherapeutInnen und SozialpädagogInnen gleichermaßen geschätzt – kein Wunder, denn als Koordinatorin für Einzelbetreutes Wohnen und Beraterin und Case Managerin in der Beratungsstelle Erding ist sie ein wichtiges Bindeglied zwischen den Betroffenen und denjenigen, die an der Behandlung und Betreuung beteiligt sind.

MitarbeiterInnen im Einzelbetreuten Wohnen beim Therapienetz Essstörung unterstützen volljährige PatientInnen mit Essstörungen bei einer wichtigen Frage: „Wie kann ich meinen Alltag bewältigen und die Essstörung überwinden?“ Viele PatientInnen brauchen kontinuierliche Hilfe und Unterstützung bei alltagspraktischen Aufgaben sowie bei besonderen, durch die Essstörung bedingten Herausforderungen, die z. B. nach einem Klinikaufenthalt auf sie warten.

Die Tage von Julia Parschan und ihren KollegInnen sind ausgefüllt. „Wir bereiten uns sehr gründlich auf unsere PatientInnen-Termine vor und nehmen uns dann die Zeit für die Betroffenen.“ Wie sieht das vereinbarte Wochenziel aus? Sollte die therapeutische Maßnahme verlängert werden? Wie motiviere ich bei kleinen Rückschritten? Wie erarbeiten wir gemeinsam mit der Patientin das nächste Wochenziel? Gibt es schwer überwindbare Barrieren?“ Die Antworten der Betroffenen sind die Leitplanken für die Maßnahmen, die während des Einzelbetreuten Wohnens notwendig sind.

In wöchentlichen Gesprächen, die Corona-bedingt auch per Video stattfinden, und so einen guten Einblick in den Alltag der PatientInnen geben wird deutlich, wie viel Unterstützung in Arbeit, Ausbildung, Tagesgestaltung, Freizeit, Gestaltung sozialer und persönlicher Beziehungen benötigt wird. Einen wesentlichen Anteil der Betreuungszeit beinhaltet aber die Auseinandersetzung mit der Essstörung. Hierbei geht es auch um die Hintergründe und die psychoedukative Aufklärung der Betroffenen, vielmehr jedoch um die praktische Unterstützung beim Einkaufen, Kochen, gemeinsamen Essen, Planen und Reflektieren von Mahlzeiten.

Nah am Menschen

Julia Parschan sieht ihre Aufgabe darin, gemeinsam mit den Betroffenen einen Hilfeplan mit wirklich realistischen Zielen zu erarbeiten, der sich an den individuellen Bedürfnissen orientiert.

Genau deshalb macht sie ihre Arbeit gern: „Die Arbeit im Einzelbetreuten Wohnen ist sehr abwechslungsreich, Gespräche mit Patienten, Angehörigen, Ärzten, die Arbeit am Schreibtisch, der Austausch mit Behörden und Kliniken. Vor allem aber ist man nah an den Menschen.“

Ah! Stress im Kopf!

7. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen e.V.

Wie wichtig Ernährungsberatung bei einer Essstörung ist

MitarbeiterInnen im einzelbetreuten Wohnen haben in der Regel ein Studium der Sozialpädagogik oder sozialen Arbeit absolviert. Julia Parschan ist Koordinatorin für Einzelbetreutes Wohnen im Therapienetz Essstörung.

Julia Parschan

Sozialpädagogin (M.A.)

MitarbeiterInnen im Einzelbetreuten Wohnen haben in der Regel ein Studium der Sozialpädagogik oder sozialen Arbeit absolviert. Julia Parschan ist Koordinatorin für Einzelbetreutes Wohnen im Therapienetz Essstörung.

Ah! Stress im Kopf!

7. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen e.V.

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